Aus der Chronik von Diedorf
1800 - 500 v.d.Z. Hügelgräber am Höhn südwestlich von Diedorf bezeugen eine bronzezeitliche Frühbesiedelung
500 v.d.Z. - 100 u.Z. Wallanlagen am Höhn lassen Ansiedlung der Kelten vermuten
100 - etwa 400 Besiedlung durch die Chatten
10. Jahrhundert Sigiwart schenkte seine Güter im Bifang Nihardishusen in der Mark Diedorf den Kloster Fulda
12. Jahrhundert Die Edlen von Nithardishusen haben großen Besitz im Tullifeld, d.h. auch in Diedorf, ihnen folgen die Herren von Frankenstein als Herrscher des Gebietes
13. Jahrhundert Im Ort besteht ein Freibotengut, welches die Orte der alten Mark Fischbach, Klings, Empfertshausen, Brunnhartshausen, Neidhartshausen befronten
1330 / 44 / 49 Pestjahre Bau der Kirche, Patron HI. Antonius -Pestheilige
1342 Verleihung des Stadt - und Marktrechtes durch König Ludwig von Bayern
Ende 14. Jahrhundert Abtei Fulda verpfändet das Amt Fischberg an die Herren von der Tann, die von Buchenau, Erzbischof Konrad von Mainz, Landgraf Ludwig von Hessen und
1445 teilweise und 1483 vollständig an die Grafen von Henneberg
1512 fällt Ernst von Brandenstein in das Amt ein plündert und setzt die Burg in Brand
1583 Das Geschlecht der Henneberger stirbt aus. Die Pfandschaft über das Amt Fischberg geht erbrechtlich an die Herzöge von Sachsen - Weimar
1595 Gründung der Diedorfer Schule
1618 - 48 30 jähriger Krieg - schwedische und kaiserliche Kriegshorden plündern, brennen und morden bestialisch. Unsere Bevölkerung und die Wohnstätten sind am Ende des Krieges auf 10 % des ehemaligen Bestandes reduziert.
1634 brennen die Kroaten unter Führung von Isolani den Ort bis auf 7 Feuerstellen ( Wohngebäude ) nieder.
1635 rafft die Pest 163 Personen dahin.
1625 wird eine Einwohnerin wegen angeblicher Hurerei und Hexerei verbrannt
1671 Erbhuldigung für die Herren aus Fulda und Weimar in Dermbach mit anschließendem Festgelage im Diedorfer Schloß für die Herrschaften. Ein Akt der Doppelherrschaft über die " Untertanen "
1698 Ein Hochwasser von nie gekanntem Ausmaß wütet. 18 Personen ertrinken, allein im unteren Wirtshaus 8 Menschen.
1707 Abtei Fulda nimmt das Amt Fischberg wieder ein
1743 Sachsen - Weimar holt sich das Amt wieder zurück ( Dermbacher Krieg )
1757 Im Großherzogtum Sachsen - Weimar wird der Anbau von " Tartuffeln " ( Kartoffeln ) eingeführt.
1764 Beendigung des Besitzerstreites zwischen Fulda und Weimar. Fulda bekommt das Amt links der Felda und Weimar die Orte Fischbach, Urnshausen und Wiesenthal.
1783 Kirchenbrand in Diedorf
1802 Nach der französischen Revolution wechselt unter dem Einfluss Napoleons das Amt häufig den Besitzer. ( Fürstenhaus Oranien / Nassau, Großherzogtum Frankfurt u.a. )
1815 wird das Amt Fischberg preußisch. Preußen gibt es sofort an Sachsen Weimar - Eisenach zurück. Das Gut der Propstei Zella und das bereits 1767 der Propstei Zella ein- verleibte Burg - und Rittergut Diedorf wird Kammergut der sächs. weimar. Regierung. Diese setzt dort Ökonomiegeräte zur Verwaltung ein und beschäftigt Landarbeiter.
1824 / 27 wird die Oberländer Chaussee gebaut
1859 Diedorf führte als erster Ort die Separation durch. Die Flur war vorher in 5600 Parzellen zersplittert.
1865 / 66 In Diedorf und Klings sterben 60 Personen an Nervenfieber.
1866 Kampf der Preußen gegen die Bayern, unsere Orte sind Kriegsschauplätze. Die Bevölkerung flieht in die Wälder.
1880 Inbetriebnahme der Feldabahn, Bahnhof am Ortsausgang Blöcherplatz
1895 Das Lehngeldrecht, welches um 1820 auf die Gemeinde übertragen worden war, wird endgültig abgeschafft.
1895 Eine Poststelle wird eingerichtet.
1902 Die Hochdruckwasserleitung wird gebaut, Kosten: 16 500,- M
1907 32 Bürger stimmen für die Sozialdemokratischen Partei
1908 Diedorf erhält Telefonanschluss Grundstücke des Schatullgutes werden an Einwohner verkauft.
1914 - 18 8 Väter und Söhne haben im 1. imperialistischen Weltkrieg ihr Leben lassen müssen
1919 wird das Schloss und Ländereien des Kammergutes an die Bevölkerung verkauft
1920 elektrisches Licht kommt in den Ort
1920 - 33 Im Gemeindevorstand sind überwiegend Genossen der SPD . Zunehmende wirtschaftliche Not, insbesondere unter der ständig gewachsenen Arbeiter schafft im kleinbäuerlich strukturierten Ort, ca. 40 Arbeiter, darunter viele Familienväter, werden arbeitslos, die Wohnverhältnisse für Eigentümer und Mieter sind äußerst schlecht. Chancen zur Ansiedlung von Industrie waren durch die vorhergehenden Gemeindevorstände nicht genutzt worden. Mit Unterstützung des Reichstagsabgeordneten Hermann werden 2 Arbeiterwohnhäuser gebaut.
1925 In Tann / Rhön kommen 300 Ztr. Brotgetreide zur Linderung der Not der Rhönbevölkerung aus der Sowjetunion an.
1935 wird die Schule, jetzt Kindergarten, für 7500,- Mark gebaut. 1933 - 45 Die 12 - jährige faschistische Diktatur und ihr 2. Weltkrieg bringen soziale und wirtschaftliche Not, Chaos und großes Leid in die Familien des Ortes, 27 junge Männer kamen nicht wieder aus dem Krieg zurück.
1945 Bildung des Antifaschistischen Blocks und der Ausschüsse zur Bewältigung der Aufgaben des antifaschistischen demokratischen Wiederaufbaues des gesellschaftlichen Leben im Ort.
1947 Beginn des Wohnbebauung an der Mühlwiese - 8 Häuser
1948 Fertigstellung des Sportplatzes an der Altmark
1955 Bau der Maschinen - Traktoren - Station
1959 Gründung der LPG " Neues Leben "
1960 Beginn der Wohnbebauung auf dem Wickenfeld ( Georgenstraße )
1960 Diedorf wird vollgenossenschaftliches Dorf
1963 Eine Leichenhalle wird errichtet
1964 Bau der Fuhrwerkswaage auf dem Blöcherplatz; Bildung des Oberschulkombinates Diedorf Fischbach / Klings
1968 Bau der Lebensmittelverkaufsstelle
1969- 1981 Bau eines neuen Sportplatzes mit Umkleidegebäude
1969 VEB Rhönbasalt Vacha errichtet einen Teilbetrieb an der Altmark
1971 - 1979 Bau des Mehrzweckgebäudes. Darin sind heute untergebracht: Räume für die FFw, Rat der Gemeinde, Poststelle, Friseurstube, Versammlungsraum und Schwesternstation sowie 2 Wohnungen
1972 Errichtung einer Schul-, Kinder- und Gesellschaftsspeisung in der Gaststätte ,,Zum Stern"
1972/20. 4. Entstehung des VEB Metallwaren Diedorf
1972/20.10. Gründung des Gemeindeverbandes Kaltennordheim
1973 Einbeziehung in die zentrale Müll- und Fäkalienabfuhr
1974- 1978 Asphaltierung der Ortsstraßen
1975/1. 1. Zusammenschluss aller LPG des Gemeindeverbandes zur LPG „Rhönperle" Kaltennordheim
1977 unteres Dorfwasserbett erhält eine Betoneinfassung
1977 Anschluß an die Gruppenwasserversorgung
1980 Fertigstellung der Teichanlage und 1984 des Gebäudes durch den Anglerverband
1982/1. 9. Beginn des Schulunterrichtes unserer Kinder an der neuen ,,Friedrich Engels" - OS Kaltennordheim
1983 1. öffentliche Telefonzelle im Ort am Mehrzweckgebäude
1983- 1984 ehem. Schule zum Kindergarten umgebaut
1985/8. 5. gesellschaftliche Speisung in die ehemalige Schule verlegt
1985- 1986 oberer Lauf des Dorfwassers eingefasst. Wert: 430.000 DDR-Mark. 1986- 1988 Erweiterung der Technikstation der Landwirtschaft
1987 - 1988 Rekonstruktion und Erweiterung des gemeindeeigenen Gebäudes mit Saal und ,Bühne, Bauernstube, Jugendklub, Konsumgaststätte und Konsum- VST
1987/88 Renovierung der Kirche
1988 1200-Jahr-Feier
1989/90 Wende
1991 Eröffnung des Baumarktes Bau-Spezi; Entstehung Isolierglaswerk Diedorf; Neubau/Umbau Leichenhalle; Bau der Klingser Straße
1992 Bau Gehweg Klingser Straße; Renovierung der Gaststätte „Zum Stern": Eröffnung Möbelhaus Vey im Gewerbegebiet; Eröffnung Fahrschule Holger Fritz in Diedorf; Neueröffnung des Autoservices Axel Matthes und Reifenservice Fred Hartmann mit gemeinsamer Waschanlage; Ortsverkabelung; Radwanderweg Fischbach - Diedorf
1993 Neueröffnung des Möbelhauses Reder & Köth; Kreisgebietsreform; Eröffnung Zweigstelle VR-Bank NordRhön in der ehemaligen Poststelle in der Klingser Straße 2; Basaltwerk plant den Abbau eines weiteren Teils des ,,Höhn"; Eröffnung „Nahkauf" in der ehemaligen Konsum-Verkaufsstelle
1994 Neugestaltung des Dorfbrunnens; Bildung der Verwaltungsgemeinschaft „Oberes Feldatal" Kaltennordheim; Einweihung des renovierten Gemeindehauses der evangel. Kirchgemeinde; Errichtung der neuen Bushaltestelle mit Wartehalle am Ortseingang; Neueröffnung Bau-Spezi (Baukauf); Bau der neuen Brücke über das ,,Klingser; Bau einer einspurigen Umgehungsstraße
1996 Anbringen von neuen Straßenschildern im Ort; Errichtung von 2 Ferienwohnungen bei Martina Reinhardt in der Wassergasse
1997 letzte Fahrt der „Feldabahn"; Um- und Ausbau Sportlerheim Gestaltung Vorplatz Sportlerheim
1998 Aufnahme in Dorferneuerung
1999 Pfad zum Kirchberg grundhaft erneuert; Sanierung Stützmauer Kirchberg; Wohngebiet "Am Gemeindegarten" entsteht
2000 Sanierung Backhaus; Errichtung Stützmauer am Kindergarten 2000/01 Erneuerung Dacheindeckung und Fenster Gemeindeverwaltung Diedorf
2001 Asphaltierungsarbeiten Georgenstraße im Zuge der Dorfflurbereinigung; grundhafte Ausbau "Kirchberg"; Schaffung von Parkplätzen am Kindergarten
2002 Erneuerung Friedhofsmauer zum Kindergarten; Bau einer neuen Schmiede der Fa. Nelitz; Neubau der Stallanlage an der Feldamühle von Jan Peter; Planung Wohngebiet "Am Gras"; September - grundhafter Ausbau der Mühlwiese; Oktober - Erneuerung der Klingbachbrücke
2005  Oktober Renovierung  der Gaststätte „Zum Stern“, Konsum, Saal.; 
2006 01.06 Neueröffnung des "Konsums; 13.07 Schweres Gewitter; 23.08. Ausbau der Wassergasse; 01.10.2006Tornado; 10.11. Heizung für die Kirche
2007 07.04. Brand Geräteschuppen; 08.06 Reparaturarbeiten der Asphaltschicht in der Georgenstraße; 23.10. Reparaturarbeiten der Asphaltschicht der Hauptstraße
2008 04.04. Abbau der Gleisen Feldabahn, 24.-25.10 125 Jahre der FFW 
2009 05.11. Neueröffnung Nahkauf
2010 25.08.Ende der Umgehungsstraße bzw. Einstellung des Planfeststellungsverfahrens durch die Planfeststellungsbehörde auf Antrag des Straßenbauamtes Zella-Mehlis
2011 02.01. Hochwasser, 14.01. Brand bzw. vollständige Zerstörung des Hauses am "Hohen Asch"


Einsicht in die Diedorfer Chronik erhalten sie nach Anfrage in der Gemeinde Diedorf.

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